Baukräne am Himmel

Überall in Europa ragen Baukräne in den Himmel. Unter den Kränen Menschen die fremde Sprachen sprechen und in den Räumen die sie erstellen nicht wohnen oder arbeiten werden dürfen. Priester des zu viel verliehenen Geldes versuchen Gold herzustellen. Sie möchten Buchungszeilen in begrenzte Ressourcen umwandeln mit denen dann weitere positive Buchungszeilen und Abhängigkeiten erzeugt werden. Real begrenzte Ressourcen wie Land, Wasser, Bodenschätze, Lebensmittel, Luft sind zu knapp für die vielen Buchungszeilen. Die begrenzte Ressource Wohn- und Arbeitsraum verspricht mehr Entwicklung, denn sie kann mit Buchungszeilen hergestellt werden. Gäbe es die Marktwirtschaft real, so müsste der Immobilienblase ein Preisverfall von Wohn- und Arbeitsräumen folgen. Wohnen würde billiger, Bürofläche günstiger eine Werktstatt leistbarer. Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten für Menschen würden entstehen und wären kulturelle und wirtschaftliche Faktoren. Das eine Entwicklung in diese Richtung völlig ausbleibt und vielmehr die Preise weiterhin steigen, Räume leerstehen und vernichtet werden um Preise hochzuhalten, zeigt wie mächtig die Profitinteressen und der Glaube unter der Immobilienblase sind. Der Markt ist auch hier ein Hirnschwammerl. Um mafiösen Profitinteressen entgegenzuwirken bedarf es politischer Diskussion und Entscheidungen, einer konsequent am Menschen interessierten Raum- und Städteplanung.
Städteplanung wird selten als kulturelles Phänomen betrachtet. Im Kern geht es dabei nicht um Fassaden, Dekors, Farben oder Baumaterialien, sondern um die Fragen:
Welches Leben fördert die Bebauungs-Kultur?
Hat die lokale Gesellschaft gemeinschaftlich nutzbare Flächen und Räume entwickelt?
Gibt es die Chance ohne ererbten Reichtum angemessene Räume zu nutzen (z.B. über angemessene Mieten) oder ist die Gesellschaft feudal: wer viel ererbt hat hat Raum, wer wenig besitzt ist abhängig?
Lebt die Bevölkerung in ererbtem Eigentum und in Schein-Eigentum, das über selbstständige Versklavung (Kreditaufnahme, Verschuldung) feudale Strukturen stabilisiert?

In Europa haben Raum- und Städteplanung in öffentlicher Hand viele Werkzeuge (vom Denkmalschutz über Feuerschutz zu Bebauungsplänen) um bestimmte Bebauung und Nutzung zuzulassen oder zu verhindern, zu fördern oder zu verunmöglichen. An den Schaltstellen dieser Macht sitzen selten humanistisch orientierte Künstler. Raum- und StädteplanerINNen werden nicht demokratisch gewählt, und sie überleben viele politische Veränderungen.
Ein guter Kaiser oder eine gute Kaiserin können vieles positiv bewegen. Wer nicht auf sie warten möchte, oder den Glauben an ihre Existenz verloren hat, dem bleibt die eigene Autonomie, die Selbstermächtigung. Sie ist zudem ein gutes Mittel gegen lebensfeindliche Überregulierung.
Eine Selbstermächtigung im Sinne einer demokratisch, humanistischer Bebauungs-Kultur stellt die EineWeltVilla dar. Sie zeigt auf Graswurzelniveau dass und wohin eine menschenwürdige Entwicklung möglich ist.

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